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Ein Blick zurück auf 2020: Das Jahr von Corona und sein Einfluss auf die UX-Forschung

Wie die meisten hat unser Team nach dem ersten Lockdown die Phasen der Trauer durchlaufen: Verleugnung, Wut, Umgang mit der Situation und Neuanpassung. Was jedoch folgte, war die stärkste menschliche Fähigkeit - sich an eine neue Situation anzupassen und mit ihr zu leben.
Jan
25
2021

Was funktioniert

Glücklicherweise befasst sich die UX-Branche größtenteils mit "digitalen" Produkten und Dienstleistungen; das bedeutet, dass die Produkt- und Dienstleistungsentwicklung in der neuen Remote-Only-Umgebung nur minimal beeinträchtigt wurde und dass die UX-Tests dieser Produkte größtenteils auf Remote-Tests, Längsschnitt-Tagebuchstudien oder Online-Workshops mit ausgefallenen interaktiven Kollaborationstools umgestellt werden konnten.
Wenn es sich jedoch um physische Produkte handelt, wie z. B. medizinische Geräte, Haushaltsgeräte, Autos usw., kann die Forschung immer noch einen persönlichen Kontakt erfordern. Selbst in Situationen mit teilweisem Einschluss war es noch möglich, Studien mit Eins-zu-eins-Laboraufbauten durchzuführen (lesen Sie über die Verfahren, die wir zur Minderung des COVID-Risikos eingeführt haben).

Was nicht (gut) funktioniert

Nichtsdestotrotz gibt es Forschungsfragen, die mit diesen Mitteln nicht beantwortet werden können. Um beispielsweise die Auswirkungen komplexer, schneller und spontaner Interaktionen, die in einer Flugleitzentrale oder einem Krankenhaus stattfinden, auf die Benutzererfahrung zu verstehen, ist es am besten, sie zu beobachten. Diese Umgebungen sind schwer zu simulieren oder ohne Kontext zu erklären. Die anfängliche Phase des Verstehens des Nutzungskontexts, der Benutzer und ihrer Bedürfnisse ist für eine erfolgreiche Produktentwicklung von größter Bedeutung. Die Durchführung dieser Studien ist jedoch während der Abriegelung sehr schwierig, entweder aus praktischen (COVID-Protokolle) oder ethischen (Infektionsrisiko) Gründen.
Jetzt braucht diese Art von Forschung viel mehr Vorlaufzeit und Planung als andere Projekte im Vergleich zu den Zeiten vor Corona. Unsere Kunden haben schnell gelernt, dass es sinnvoll ist, so viel persönliche Forschung und Tests wie möglich im späten Frühjahr, Sommer und frühen Herbst durchzuführen, wenn die Fallzahlen niedriger sind und somit ein geringeres Übertragungsrisiko besteht.

Ausblick 2021

Da die Fallzahlen wieder ansteigen (auch mit einer Sperrung in Deutschland und anderen Ländern) und der Impfprozess langsam ausrollt, müssen wir davon ausgehen, dass wir mit diesen Einschränkungen leben müssen und sollten entsprechend planen. Wir gehen davon aus, dass ein völlig normaler Betrieb nicht vor dem 3. Quartal möglich sein wird, mit Ausnahme von medizinischem Fachpersonal.
Aber im Jahr 2021 sind wir, wie viele UX-Forscher, besser vorbereitet, flexibler und wissen besser, wie wir trotz der Ungewissheit der nächsten städtischen oder landesweiten Einschränkungen weiterhin sicher und erfolgreich Daten sammeln können.

DER AUTOR

Wolfgang Waxenberger

Wolfgang begann seine Tätigkeit als UX-Profi im Jahr 2004 nach Abschluss seines MA in Politikwissenschaft und Soziologie. 10 Jahre lang leitete er SirValUse Consulting und die UX-Abteilung von GfK, bevor er uintent gründete. Wolfgang’s Schwerpunkt liegt auf Auto- und Healthcare Research.
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