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Online User research Alternativen - UX Einblicke trotz COVID-19

Der Ausbruch von COVID-19 stellt die User Research Branche vor neue Herausforderungen. Es ist sehr schwierig, UX & Marktforschungsprojekte wie früher durchzuführen - wenn nicht sogar unmöglich - ABER (für viele unerwartet) könnte sich diese Situation in gewisser Weise auch als vorteilhaft erweisen - für Befragte, Researcher und Kunden.
Apr
09
2020

Mögliche Wege, mit typischen Marktforschungsinstrumenten weiterhin das zu tun, was wir am besten können

Es gibt Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass wir weiterhin User research betreiben können, um Ergebnisse für die Produktentwicklung unserer Kunden zu liefern. Eine davon sind moderierte remote Test, über dessen Vor- und Nachteile Korey Johnson von Bold insight - unserem Partnerunternehmen in den USA - bereits in einem früheren Artikel berichtet hat Remote Interviews - eine Alternative zu persönlichen vor-Ort Interviews während COVID-19

Zwei weitere Methoden sind ebenfalls erwägenswert: Online-Umfragen und Online-Tagebuch-Studien.

Online-Umfragen

Ein quantitatives Instrument zur Erfassung von Nutzerfeedback in statistisch verlässlichen Zahlen im Kontext standardisierter Fragen. Online-Umfragen ermöglichen ein breites Spektrum unterschiedlicher Forschungsfragen zu beantworten.

Vorteile im Zusammenhang mit COVID-19

  • Teilnehmer können die Befragung flexibel durchführen (die Befragten können die Umfrage starten und fortsetzen, wann immer es ihnen passt) und sie kann unabhängig von ihrem Standort ausgefüllt werden, was die Barrieren für die Teilnahme deutlich senkt.

Mögliche Forschungsfragen, die mit Online-Umfragen beantwortet werden können (Beispiele)

  • Welche Funktion sollte in einem Produkt/einer Dienstleistung implementiert werden?
  • Welche Version eines Produkts/einer Dienstleistung/eines Konzepts gefällt am besten?
  • Welches sind die soziodemographischen Merkmale unserer Zielgruppe?
  • Was ist der beste Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung?

Online-Tagebuch-Studien

Tagebuchstudien und Cultural Probes bringen Sie nah an den Nutzer und bieten tiefe Einblicke in ihren Alltag. Durch die Dokumentation des Alltags der Teilnehmer ermöglichen Tagebuchstudien, Einblicke in die Komplexität von Alltagsstrukturen zu gewinnen und Verhaltensmuster zu erkennen. Tagebuchstudien werden häufig online durchgeführt. Online-Tagebuch-Tools erlauben dem Moderator, mit den Teilnehmern zu interagieren (z.B. ihr Feedback zu diskutieren, Umfragen einzubauen, kleine Aufgaben zu stellen oder Bilder hochzuladen).

Vorteile im Zusammenhang mit COVID-19

  • Online-Tagebücher können von den Teilnehmern in einem flexiblen Zeitrahmen (die Befragten können sich mehrmals pro Tag einloggen) und unabhängig von ihrem Standort ausgefüllt werden, was die Barriere für die Teilnahme deutlich senkt.
  • Die Anwendung von physischen Produkten kann getestet werden (mit Ausnahme von medizinischen Geräten und anderen Produkten, die eine Schulung und Aufsicht erfordern würden, da sie den Teilnehmern potenziell schaden könnten). So können Sie beobachten, wie Ihre Nutzer mit Ihrem Produkt interagieren. Wir schicken das Produkt an die Haushalte der Befragten und können die Anwendung beobachten und das Feedback der Teilnehmer einholen.

Mögliche Forschungsfragen, die mit Online-Umfragen beantwortet werden können (Beispiele)

  • Was sind spezifische oder sich wiederholende Verhaltensmuster meiner Nutzer?
  • Wo liegen die Touchpoints mit meinem Produkt/meiner Dienstleistung im täglichen Leben der Nutzer?
  • Wie wird das Produkt langfristig genutzt? Entwickeln die Teilnehmer Routinen?
"Durch die Dokumentation des Alltagslebens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermöglichen uns Tagebuchstudien, Erkenntnisse über die Komplexität der Alltagsstrukturen zu gewinnen und Muster zu erkennen.

Weitere Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt und die potenziell als Vorteil genutzt werden können

1. Einige Zielgruppen haben wahrscheinlich mehr Zeit als gewöhnlich für User research

Die COVID-Pandemie ist zwar eine sehr heikle und herausfordernde Situation, aber jede Wolke hat einen Silberstreif am Horizont, und für uns bedeutet die Quarantäne, dass es in manchen Situationen einfacher sein kann, Befragte zu rekrutieren, die normalerweise schwer zu rekrutieren sind - da die meisten von ihnen jetzt zu Hause sind. Dies gilt insbesondere für Zielgruppen, die normalerweise nicht von einem professionellen Marktforschungspanel bezogen werden können und für die andere Rekrutierungsansätze notwenig sind. Zum Beispiel könnten dazu gehören:

  • Personen, die im mittleren Management von großen Produktions-, Fertigungs-, Einzelhandels- (mit Ausnahme der Lebensmittelindustrie), Bau- oder anderen Unternehmen arbeiten
  • Designer: vom Interfacedesigner bis zum Innenarchitekten
  • Menschen, die in der Modebranche arbeiten
  • Berater und Coaches
  • Mitarbeiter von Fluggesellschaften
  • Angestellte Immobilienmakler, Architekten, Bauleiter
  • Bis zu einem gewissen Grad Fachkräfte im Gesundheitswesen: Natürlich sind die an der Verwaltung und Behandlung von COVID-19-Patienten beteiligten Mediziner beschäftigter denn je, aber andere Fachgebiete sind nicht allzu stark betroffen, so dass sie für Forschungszwecke rekrutiert werden können.

2. Kreative Wege können genutzt werden, um die Zielgruppen während der Pandemie zu erreichen

  • Optimierte Rekrutierungsmethoden:Obwohl wir nach wie vor engagierte, professionelle Rekrutierungspartner einsetzen, um unsere Befragten zu rekrutieren und zu incentivieren, wurden die Rekrutierungsmethoden so angepasst, dass sie die aktuelle Situation widerspiegeln - viele Menschen, die zu Hause sind, werden viel im Internet surfen oder Online-Magazine im Zusammenhang mit ihrer Arbeit lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben, usw. Dies bedeutet, dass diese Kanäle genutzt werden können, um die Chancen zu erhöhen, die Zielgruppe zu erreichen.
  • Alternative Wege, um Teilnehmer zu incentivieren: Während die Menschen heutzutage aufgrund der Kurzarbeit zwar finanzielle Anreize benötigen, könnten auch soziale Anreize ihre Bereitschaft zur Teilnahme an der Forschung erhöhen - z.B. die Möglichkeit, Geld an eine Organisation zu spenden, die wertvolle Arbeit im Kampf gegen COVID-19 leistet, oder Karten für kulturelle Online-Veranstaltungen, wie Theaterstücke, die man sich von zu Hause aus anschaut.

Auf den Punkt gebracht!

In dieser herausfordernden Zeit gibt es alternative Möglichkeiten, um Ihnen die dringend benötigten Erkenntnisse für Ihre Entwicklung und Ihr Projekt zu verschaffen: Wir können auf verschiedene Forschungsmethoden zurückgreifen (z.B. remote Interviews, Online-Umfragen, Online-Tagebücher), und wir können uns die Tatsache zunutze machen, dass manche Menschen mit "freier" Zeit zu Hause sind und diese gerne in die User research investieren.

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen und gemeinsam herausfinden, wie wir Ihnen in dieser Zeit am besten helfen können dieses Projekt erfolgreich fortzuführen!

DER AUTOR

Jonathan Singh

Jonathan hat mehr als 11 Jahre Erfahrung in der Healthcare-Industry mit Schwerpunkt Human Factors. Jon führt regelmäßig formative und summative HF Studien für alle Arten von Medizinprodukten durch. Seine Expertise basiert auf fundierten Kenntnissen von Industriestandards und -vorschriften (z.B. FDA-Guidance, AAMI HE75, IEC 62366 und EU MDR) und Usability-Prozessen sowie umfangreiche Erfahrungen mit digitalen Biomarkern (sensorbasierte Endpunkte) und begleitenden Gesundheits-Apps. Jonathan arbeitet in unserem Schweizer Büro in Basel.
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