Formatives Testing, Healthcare, Produktentwicklung

Mehr als formative und summative Testings

Im Gesundheitswesen legen unsere Kunden großen Wert auf formative und summative Tests, da diese gesetzlich vorgeschrieben sind, um die 510(k) / CE Zulassung für ihr Produkt zu erhalten, damit es vermarktet werden kann. Wenn eine formative Evaluation durchgeführt wird, besteht die Erwartung darin, Usability-Probleme und User Experience während der Entwicklung zu identifizieren und zu verbessern.

Oft zeigen formative Evaluierungen, dass das Produkt Probleme hat, die hätten verhindert werden können, bevor es überhaupt die formative Phase erreicht. Es gibt mehrere Schritte vor der Durchführung von formativen Evaluierungen, die unserer Meinung nach von größter Bedeutung sind, um ein gutes Produkt zu entwickeln, das tatsächlich für formative Tests bereit ist.

Auch wenn einige Vorabinvestitionen erforderlich sind, spart die Sicherstellung, dass diese Schritte befolgt wurden, letztendlich Zeit und Geld, indem der Aufwand für die Korrektur des Produkts während der formativen Evaluierung reduziert wird und möglicherweise die Notwendigkeit, das Produkt in einer weiteren/mehreren Runden der formativen Evaluierung erneut zu evaluieren, verringert werden kann - im Grunde ist das Ziel, ein gut entworfenes Produkt zu haben, wenn es in die formative Evaluierungsphase eintritt, und die geringste Menge an Änderungen daran nach der formativen Evaluierung vorzunehmen.

 

Die verschiedenen Schritte, die unserer Meinung nach vor jeder formativen Evaluation eines Produkts durchgeführt werden sollten, sind:

  • Verstehen, wer die Endnutzer sind - dies ist wichtig für neue Produkte, für die es noch keine klar definierte Zielgruppe gibt, oder wenn zu beurteilen ist, ob bestimmte Anwender zur Zielgruppe werden könnten, z. B. "können Patienten mit schwerer rheumatoider Arthritis mit einem neuen Typ von Autoinjektor umgehen". Um dies zu beurteilen, kann eine Vielzahl von Methoden verwendet werden, von einfachen Telefoninterviews über persönliche Interviews bis hin zu Fokusgruppen usw.
  • Verstehen, wer die Konkurrenten sind und wie ihre Produkte von den Endverbrauchern wahrgenommen werden. Wie oben beschrieben, können verschiedene Methoden verwendet werden, um dies zu beurteilen.
  • Verstehen der Bedürfnisse der Endbenutzer (was wären die idealen Erfahrungen), um Lücken und Möglichkeiten aufzuzeigen - was sind die Anwendungsfälle, die Schmerzen und Vorteile, die Vorlieben, die wichtigsten Funktionen usw. Wie oben beschrieben, können verschiedene Methoden verwendet werden, um dies zu beurteilen.
  • Verstehen, wie die Endanwender zusammenarbeiten und wie sich dies auf das Produktdesign auswirken kann (z. B. in einem Operationssaal, wie interagieren die verschiedenen Fachrichtungen mit ähnlichen Produkten) - dies kann durch die Beobachtung von Benutzererfahrungen in einer realen Umgebung erreicht werden. Das Ergebnis ist ein Überblick über die Menschen, Touchpoints, Interaktionen und Emotionstreiber, die das Erlebnis bestimmen. Fotos und Videos von Nutzern, die mit dem Produkt interagieren, helfen, die Realität zu verstehen.
  • Verstehen der Benutzerumgebung und der wichtigsten kontextuellen Faktoren, die möglicherweise beim Produktdesign berücksichtigt werden müssen.
  • Strategie- und Design-Workshops
  • UX-Entwurf

 

Allerdings müssen auch die Bedürfnisse des Kunden in die Gleichung einfließen, da die Bedürfnisse und der Fokus des einen Teams möglicherweise nicht die Bedürfnisse und den Fokus eines anderen Teams widerspiegeln. Strategie- und Design-Workshops können durchgeführt werden, um die Anforderungen an das Produktdesign zu klären und klare Richtlinien im Vorfeld zu definieren. Diese Workshops können mit einer Vielzahl relevanter Stakeholder durchgeführt werden und werden in der Regel durch vorherige Recherchen oder bereits verfügbare Quellen des Kunden informiert. Das Ergebnis können Strategie-/Journey-Maps sein, die neue Entwicklungen leiten, sowie erste Interaktions- und Designkonzepte, die die Umsetzung in nutzbare Konzepte unterstützen.

Sobald die Anforderungen der Endnutzer und des Kunden klar sind, ist es an der Zeit, mit dem Design des Produkts zu beginnen. Iterative, aufgabenbasierte Usability-Tests sollten durchgeführt werden, um die Designkonzepte zu verfeinern, um sicherzustellen, dass das Produkt, das in die formativen Tests geht, so raffiniert wie möglich ist, basierend auf dem anfänglichen Input von den Benutzern und dem Kunden.

 

Fazit

Das Produkt, das in formativen Evaluationen getestet werden soll, kann nur so gut sein, wie die Summe der vorangegangenen Entwürfe und Entwicklungen. Alle Schritte, die vor der formativen Evaluation kommen, sind daher kritisch und sollten nie überstürzt werden. Sicherzustellen, dass das Produkt sowohl die Bedürfnisse der Benutzer als auch die des Kunden berücksichtigt, ist ein Paradigma, um einen reibungslosen formativen und summativen Evaluationsprozess und ein gutes Endprodukt zu gewährleisten.

Author

Jonathan Singh

Jonathan hat mehr als 11 Jahre Erfahrung in der Healthcare-Industry mit Schwerpunkt Human Factors. Jon führt regelmäßig formative und summative HF Studien für alle Arten von Medizinprodukten durch. Seine Expertise basiert auf fundierten Kenntnissen von Industriestandards und -vorschriften (z.B. FDA-Guidance, AAMI HE75, IEC 62366 und EU MDR) und Usability-Prozessen sowie umfangreiche Erfahrungen mit digitalen Biomarkern (sensorbasierte Endpunkte) und begleitenden Gesundheits-Apps. Jonathan arbeitet in unserem Schweizer Büro in Basel.

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