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KI-Diagnostik im Wandel: Zwischen technologischer Präzision und menschlichem Vertrauen

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1. Juli 2025

Künstliche Intelligenz in der Diagnostik: Vom technologischen Versprechen zur klinischen Verantwortung

Künstliche Intelligenz verändert die medizinische Diagnostik – vor allem in der Radiologie. Mehr als 900 KI-gestützte Medizinprodukte sind laut JAMA Network bis August 2024 von der FDA zugelassen worden, darunter über 75 % für Radiologieanwendungen (Quelle: MedTechDive). 2024 stieg die Zahl erstmals über 1 000 zugelassene KI-Medizinprodukte, wobei Radiologie mit 758 Geräten dominiert (Source: HealthImagine).


Doch neue Studien zeigen zweigleisige Realitäten: 

  • Microsofts KI-Diagnose-Tool erreichte in einer Benchmark-Studie zu 304 komplexen klinischen Fällen eine 85,5 % Genauigkeit, verglichen mit 20 % bei menschlichen Fachärzten, die keine Hilfsmittel nutzen durften (Source: Business Insider).  

  • Dennoch bleibt Vertrauen ein Schlüsselthema: Laut einer Studie von UArizona ist rund die Hälfte der Befragten nicht bereit, sich lieber einer KI- als einem menschlichen Arzt anzuvertrauen (Source: University of Arizona Health Science).

  • Eine umfassende Analyse in NPJ Health Systems zeigt, dass Vertrauen nur entsteht, wenn KI-Tools nachvollziehbar kommunizieren und regelmäßig validiert werden (Source: npj health systems).


Diese Befunde verdeutlichen: Technologischer Fortschritt allein reicht nicht. Der Erfolg und breite Einsatz von KI in der Diagnostik hängen entscheidend davon ab, dass Fachleute und Patient:innen Verständnis, Kontrolle und Vertrauen in die Technologie entwickeln. 

 

UX-Research in der KI-Diagnostik: So entsteht Vertrauen in medizinische KI-Systeme 

UX-Research wird zum zentralen Mediator zwischen technischer Machbarkeit und praktischer Nutzung. Wir zeigen Wege, um den Weg zwischen KI und Mensch zu gehen:  


Transparenz & Explainability 

Untersuchungen zeigen, dass erklärbare KI (XAI) Vertrauen fördert – insbesondere, wenn Ergebnisse mit nachvollziehbaren Gründen präsentiert werden. 

→ Mögliche Methoden: Explainability-Workshops, Cognitive Walkthroughs mit simulierten KI-Ergebnissen. 


Verantwortung & Entscheidungsdynamik

Wenn KI-Diagnosen vorliegen, tendieren Ärzt:innen unter Umständen dazu, Empfehlungen unkritisch zu übernehmen. 

→ Mögliche Methoden: Shadowing im Klinikalltag, Mental Model Interviews, Usability-Tests mit kritischen Szenarien


Vertrauen & Validierung im Zeitverlauf 

Das Vertrauen in KI wächst nicht automatisch – sondern kann nach Fehlern abrupt steigen oder fallen. Längsschnittstudien mit Feedback-Schleifen zeigen, welche Informationsstandards das Vertrauen stabilisieren . 

→ Mögliche Methoden: Longitudinal User Studies, Trust Measurement Surveys


Risikoanalyse & Regulatorische Absicherung

UX-Schwächen gelten in regulierten Umgebungen als potenzielle Sicherheitsrisiken. 

→ Mögliche Methoden: Use-Error-Analyse, Heuristische Expertenbewertung, UX-Risikoregister zur Einbindung in MDR-/FDA-Dossiers. 


UX-Research sichert damit frühzeitig potenzielle Akzeptanzprobleme, verhindert teure Nachjustierungen und trägt unmittelbar zur klinischen Sicherheit und regulatorischen Zulassbarkeit bei. 

 

Warum UX-Expertise entscheidend für erfolgreiche KI-Diagnostik ist – und wie uintent unterstützen kann 

uintent bringt genau die Expertise und Methodik mit, um KI-Diagnostik nachhaltig nutzerzentriert zu verankern: 


  • Tiefes Verständnis regulierter Umgebungen: UX-Research gezielt für MDR, FDA konform dokumentiert. 

  • Erklärbare Methodenvielfalt: Von Explainability-Workshops bis zu longitudinalen Studien. 

  • Globale Skalierbarkeit: Vergleichbare Erkenntnisse aus Radiolog*innen-Studien in Europa, Asien oder Nordamerika. 


User Experience wird damit nicht zum Add-on – sondern zur strategischen Voraussetzung für wirksame, vertrauenswürdige KI in der Diagnostik. uintent ist als rein auf Forschung ausgerichtete Unit der Partner, der diese Haltung implementiert – nicht dekorativ, sondern entscheidend für Akzeptanz, Sicherheit und Wirkungsgrad. 


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AUTHOR

Wolfgang Waxenberger

Wolfgang begann seine Tätigkeit als UX-Profi im Jahr 2004 nach Abschluss seines MA in Politikwissenschaft und Soziologie. 10 Jahre lang leitete er SirValUse Consulting und die UX-Abteilung von GfK, bevor er 2019 uintent gründete. Wolfgang’s Schwerpunkt liegt auf Automotive und Healthcare Research.

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