
Your Trainer
Tara Bosenick ist seit 1999 UX-Spezialistin und hat die deutsche UX-Branche mit aufgebaut. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Systematisierung von UX-Methoden bringt sie das perfekte Verständnis mit, um AI-Tools methodisch fundiert zu entwickeln.
Sie kennt die Herausforderungen echter UX-Arbeit und weiß, wo AI wirklich unterstützen kann – und wo nicht. Ihre Expertise liegt darin, komplexe Methoden praxistauglich zu machen und Teams zu befähigen, systematisch bessere Ergebnisse zu erzielen.
Dabei war sie immer daran interessiert, coole Unternehmenskulturen zu schaffen, in denen Innovation, Qualität und Teamgeist zusammenkommen. Sie ist eine der führenden Stimmen in der UX-, CX- und Employee Experience-Branche.
Matthias Mückshoff ist Mitgründer von KONO Studio und leitet dort das Product Lab. Mit einer Mischung aus Startup-DNA und Konzernverständnis bringt er das Beste aus beiden Welten zusammen: Als AI-Founder kennt er die Dynamik junger Unternehmen, aus seiner Zeit bei Allianz und Kaiser X Labs weiß er, wie Innovation in großen Strukturen funktioniert.
Er entwickelt mit Teams praktische KI-Produkte - von smarten Alltagshelfern bis hin zu neuen, digitalen Geschäftsmodellen. In Workshops macht er KI greifbar: Chancen klar benennen, Engpässe lösen, Aha-Momente kreieren.
Seine Stärke liegt darin, Komplexes zu entwirren, Wissen in einfache Abläufe zu übersetzen und Menschen zu befähigen, einen neuen Blick auf ihre Arbeit zu entwickeln. Gemeinsam mit Tara Bosenick baut er mit Kund:innen Lösungen, die messbaren Nutzen liefern und sich smart skalieren lassen.
Was du mitnimmst
- Einen Prozess, den du wirklich verstehst – visualisiert, analysiert, mit den Schwachstellen markiert
- Methodisches Handwerkszeug– BPA, BPMN-light, Muda: einfach anwendbar, ohne Zertifizierungs-Overhead
- Einen Entscheidungsrahmen für Technologie – der zwischen Automatisierung, AI, Kombination und „lass mal lieber" unterscheidet
- Eine Argumentationslinie für Stakeholder – ein One-Pager, mit dem du intern nicht ins Schlingern gerätst
- Klarheit über die Reihenfolge – optimieren, standardisieren, automatisieren. In genau dieser Reihenfolge.
„Wir wollen mit AI effizienter werden." Klingt gut. Aber wenn ihr euren Prozess nicht kennt, macht AI ihn nicht besser – nur schneller kaputt.
Hier ist das Problem: Die meisten Teams stürzen sich auf Tools, bevor sie ihre Prozesse verstanden haben. Ergebnis? Automatisierte Ineffizienz. Enttäuschte Erwartungen. Und die Erkenntnis, dass nicht die AI schuld war, sondern der Prozess dahinter.
Zeit, das umzudrehen. In diesem Workshop schaut ihr euch zuerst eure Prozesse an – ohne AI, ohne Automatisierung, ohne Buzzwords. Erst wenn klar ist, wie ein Prozess wirklich läuft und wo er hakt, kommt Technologie ins Spiel. Nicht als Allheilmittel, sondern als Werkzeug, das dort sitzt, wo es hingehört.
Nebenbei: Wir arbeiten mit euren eigenen Prozessen. Kein Beispielmaterial aus dem Regal. Ihr geht raus mit etwas, das ihr am nächsten Tag im Team weiterdiskutieren könnt.
Warum du dabei sein solltest
Weniger Fehlinvestitionen in Tools: Lerne, welche Prozesse Technologie brauchen – und welche eher eine Aufräumaktion. Spart Geld, Nerven und peinliche Retrospektiven.
Endlich Klarheit über die eigenen Abläufe: Was in deinem Team wirklich passiert – nicht das Organigramm, nicht der Foliensatz vom letzten Off-Site. Der echte Prozess, sichtbar auf dem Whiteboard.
Ein methodisches Fundament, das trägt: BPA, BPMN-light, Muda – erprobte Werkzeuge aus dem Lean Management, angepasst für UX-Dienstleistungsprozesse. Kein Consulting-Overhead.
Argumentationsmaterial für die Führungsebene: Statt „AI wäre doch cool" ein konkretes Papier, das erklärt, warum genau dieser Prozess jetzt automatisiert, mit AI unterstützt oder erstmal in Ruhe gelassen werden sollte.
Ein Format, das die Dinge sacken lässt: Zwischen Tag 1 und Tag 2 liegen drei bis vier Wochen. Genug Zeit, den Prozess mit den echten Stakeholdern zu validieren – und mit ehrlichem Material in Tag 2 zu starten.
Das erwartet dich
Zwei Tage, zwei Modi. Der erste analog auf dem Whiteboard, der zweite digital am Bildschirm. Dazwischen ein bisschen Reifezeit.
Tag 1 (Präsenz): Prozesse pur
Was Effizienz wirklich ist – und was nicht:
Effizienz ≠ Geschwindigkeit. Effizienz ≠ Kostensenkung. Effizienz ≠ mehr Output. Diese Missverständnisse räumen wir zuerst weg.
Warum Effizienz Freiräume für Kreativität schafft, statt sie zu ersticken
Wie Ulf Schubert das bei DATEV für UX-Prozesse definiert hat – und warum das auch für kleinere Teams funktioniert
Der methodische Werkzeugkasten:
Business Process Analysis – wie man einen Prozess auseinandernimmt, ohne den Kopf zu verlieren
BPMN-light – Prozessvisualisierung ohne Zertifizierungsanspruch. Verständlich für alle, auch für die aus dem Nachbarteam.
Muda-Analyse – die fünf Verschwendungsarten, die in jedem Prozess versteckt sind (und die man vorher meist nicht gesehen hat)
Der eigene Prozess auf dem Whiteboard:
Ihr bringt einen echten Prozess aus eurem Alltag mit – wir malen ihn gemeinsam auf
Steckbrief, Ist-Zustand, Schwachstellen: strukturiert in Kleingruppen
Am Ende des Tages steht eine Skizze – keine fertige Analyse. Das ist Absicht. Der Rest passiert bei euch im Team.
Hausaufgabe (3–4 Wochen): Prozess reifen lassen
Prozess mit den tatsächlichen Stakeholdern validieren – mindestens eine Abstimmungsrunde
Pain Points sammeln, die im Alltag wirklich auftreten (nicht die, die man auf dem Whiteboard erfindet)
Grobe Zahlen zu Häufigkeit, Beteiligten und Zeitaufwand erfassen – für die Priorisierung an Tag 2
Tag 2 (Online): Jetzt darf Technologie mitreden
Der Entscheidungsrahmen für AI vs. Automatisierung:
Vier Leitfragen, die jede Technologie-Entscheidung tragen: Klarheit, Wiederholungsrate, Varianz, Fehlertoleranz
Deterministisch vs. probabilistisch – wann ist was das richtige Werkzeug?
Warum es manchmal die beste Entscheidung ist, gar keine Technologie einzusetzen
Tools jenseits von ChatGPT:
RPA für die stumpfen Regelaufgaben. LLMs für die Textarbeit. Workflow-Tools für die Verkettung dazwischen.
Was Hype ist und was tatsächlich funktioniert – ehrlich einsortiert
Und ganz oft: ein simples Skript, das die Arbeit macht, ohne dass jemand von AI spricht
Vom Prozess zur Entscheidungsvorlage:
Lösungsarchitektur skizzieren – für den eigenen Prozess, nicht für Beispielprozesse
One-Pager für Stakeholder: was, warum, was kostet es, was bringt es
Die drei häufigsten Fehler bei Technologie-Entscheidungen – und wie ihr sie umgeht
Für wen ist das Seminar?
Der Workshop richtet sich an interne UX-Teams inklusive Führungsebene, die über das reine Ausprobieren von AI hinauskommen wollen. Vorerfahrung in Prozessarbeit brauchst du nicht – die Methoden werden bewusst niedrigschwellig eingeführt. Was du brauchst: einen echten Prozess aus deinem Alltag und die Bereitschaft, ihn mit den Kolleg:innen ehrlich anzuschauen. Der Rest kommt im Workshop.

AI
Workshop: Prozesse verstehen, optimieren – und erst dann automatisieren
Erst der Prozess. Dann die Technologie. Nicht umgekehrt.

